Präventiv- und regenerative Medizin bedeutet für mich zweierlei: Gesundheit vorausschauend zu begleiten – bevor Beschwerden entstehen – und gezielt zu unterstützen, wenn der Körper bereits Regeneration braucht, etwa nach Überlastung oder in intensiven Belastungsphasen.
Im Mittelpunkt steht eine individuelle Analyse aus Lebensstil, Belastung, Bewegung und Regeneration, wenn sinnvoll, ergänzt durch laborbasierte Diagnostik.
Ein wichtiger Bestandteil können dabei orthomolekulare Medizin sowie gezielte zellregenerative Verfahren wie IHHT oder NAD+ sein – sie unterstützen Stoffwechsel, Zellfunktion und Regeneration, insbesondere bei erhöhter Belastung, chronischer Erschöpfung, Überlastungsbeschwerden oder in hormonellen Übergangsphasen. Die Auswahl erfolgt indikationsbezogen und medizinisch fundiert, nicht schematisch.
Vitamin-C-Infusionen
Unterstützung antioxidativer Prozesse sowie von Regeneration und Immunfunktion bei erhöhter körperlicher oder mentaler Belastung.Vitamin-B-Komplex-Infusionen
Unterstützung von Energie-, Nerven- und Zellstoffwechsel bei Erschöpfung, Stressbelastung oder erhöhtem Leistungsanspruch.
Procain-Baseninfusionen
Regulative Therapie zur Unterstützung des vegetativen Nervensystems, der Durchblutung und zur Entlastung des Gewebemilieus bei funktionellen Beschwerden.
IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training)*
Mitochondriale Regenerationsförderung über gezielten Sauerstoffwechsel – ergänzend bei chronischen Tendinopathien, Ostitis pubis und verzögerter Gewebeheilung nach Überlastung.
NAD+-Infusionen**
Unterstützung der zellulären Energiegewinnung und mitochondrialen Funktion; NAD+ wird in der regenerativen und präventiven Medizin eingesetzt und ist in dieser medizinischen Qualität außerhalb von Drip-Bars nur in wenigen Privatpraxen verfügbar
Aminosäure-Infusionen
Unterstützung von Muskel- und Geweberegeneration sowie des Stoffwechsels bei erhöhter Belastung oder Regenerationsdefiziten.
Eisen-Infusionen
Gezielte intravenöse Eisentherapie bei nachgewiesenem Eisenmangel; besonders relevant bei Leistungsabfall, chronischer Erschöpfung, Sportlerinnen und Frauen in hormonellen Übergangsphasen
Ganzheitliches Gewichtsmanagement
Sportmedizinisch betreute Gewichtsreduktion durch gezielte Stoffwechselanalyse und Therapie, ggf. mit GLP-1 Rezeptoragonisten.
*IHHT: Chronische Überlastungsschäden im Sport – etwa Tendinopathien, Stressreaktionen des Knochens oder die Ostitis pubis (Schambeinentzündung) bei Ausdauer- und Laufsportlern – sind häufig durch eine gestörte lokale Durchblutung und eingeschränkte zelluläre Sauerstoffverwertung im betroffenen Gewebe gekennzeichnet. Das IHHT nutzt den gezielten Wechsel zwischen Hypoxie- und Hyperoxie-Phasen, um über den HIF-1α-vermittelten Signalweg die mitochondriale Biogenese anzuregen und die Kapillarisierung im Gewebe zu fördern. Im sportmedizinischen Kontext wird IHHT ergänzend eingesetzt bei chronischen Tendinopathien (z. B. Patellaspitzensyndrom, Achillodynie), Ostitis pubis, ossären Stressreaktionen in der Belastungssteigerung nach Verletzungspausen sowie bei verzögerter Gewebeheilung nach wiederkehrenden Überlastungsbeschwerden.
**NAD+: NAD+ (Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid) ist ein körpereigenes Coenzym, das in jeder Zelle für die Energiegewinnung in den Mitochondrien benötigt wird – ohne NAD+ funktioniert der zelluläre Stoffwechsel nicht. Es aktiviert außerdem sogenannte Sirtuine, Enzyme, die Reparaturprozesse und die Neubildung von Mitochondrien steuern. Bei chronischer Überlastung, wiederkehrenden Mikroverletzungen oder verzögerter Gewebeheilung ist der zelluläre NAD+-Bedarf oft erhöht, während die körpereigene Bildung begrenzt ist. Die Infusion führt NAD+ direkt über die Blutbahn zu und macht es so unmittelbar für Energiegewinnung und Zellreparatur verfügbar – effektiver als die Einnahme über Nahrungsergänzungsmittel, deren Aufnahme über den Verdauungstrakt limitiert ist. In Kombination mit IHHT kann NAD+ die Regeneration der neu gebildeten Mitochondrien zusätzlich unterstützen.
„Gesundheit ist kein Zustand – sie entsteht in Bewegung.“


Häufige Fragen
Bei welchen Beschwerden kommt IHHT in Frage?
Das Verfahren wird ergänzend eingesetzt bei chronischen Tendinopathien (z. B. Patellaspitzensyndrom, Achillodynie), Ostitis pubis, ossären Stressreaktionen in der Belastungssteigerung nach Verletzungspausen sowie bei verzögerter Gewebeheilung nach wiederkehrenden Überlastungsbeschwerden.
Wie oft macht man IHHTund wie lange duaert 1 Sitzung?
Ich empfehle in der Regel insgesamt 10 Sitzungen 1-2 x/Woche. Eine Sitzung dauert ca. 30 Minuten.
Was ist NAD+ und wann kommt eine Infusion medizinisch in Frage?
NAD+ (Nicotinamidadenindinukleotid) ist ein Coenzym, das an zentralen Stoffwechsel- und Reparaturprozessen der Zelle beteiligt ist. Eine Infusionstherapie kann bei nachgewiesenem Mangel, chronischer Erschöpfungssymptomatik oder im Rahmen der Behandlung stoffwechselbedingter Beschwerden medizinisch indiziert sein. Ob eine Indikation vorliegt, kläre ich durch Anamnese und ggf. Laborwerte.
Welche Risiken und Nebenwirkungen kann eine NAD+-Infusion haben?
Während der Infusion können vorübergehend leichte Beschwerden wie ein Wärme- oder Engegefühl im Brustbereich, Übelkeit oder Kopfschmerzen auftreten – meist reguliert durch eine Anpassung der Infusionsgeschwindigkeit. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind selten. Ich kläre Sie vor der Behandlung ausführlich auf.
Wie läuft eine NAD+-Infusion ab, und wie lange dauert sie?
Nach Anamnese und Indikationsstellung erhalten Sie das NAD+ über eine langsame intravenöse Infusion. Je nach medizinischer Notwendigkeit und Dosierung dauert eine Sitzung etwa 60 bis 120 Minuten, da ich die Infusionsgeschwindigkeit individuell an Ihre Verträglichkeit anpasse.
Wann ist eine Eiseninfusion sinnvoll?
Eine Eiseninfusion kommt infrage, wenn ein durch Laborwerte gesicherter Eisenmangel vorliegt – insbesondere bei ausgeprägtem Mangel, wenn orale Eisenpräparate nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Die Entscheidung basiert auf der Gesamtschau aus Ferritin, Transferrin, Eisen und Hämoglobin sowie Ihren Beschwerden, nicht auf einem einzelnen Wert.
Warum sind gerade Sportlerinnen häufiger von Eisenmangel betroffen?
Intensives Training kann durch Schweißverlust, verstärkten Zellumsatz und bei Frauen zusätzlich durch die Menstruation zu einem erhöhten Eisenbedarf führen. Ein latenter Eisenmangel bleibt dabei oft lange unbemerkt, kann sich aber auf Leistungsfähigkeit und Regeneration auswirken.
Wie läuft eine Eiseninfusion ab, und wie lange dauert sie?
Nach Anamnese und Laborkontrolle erhalten Sie das Eisenpräparat über eine Vene. Die Infusion selbst dauert je nach Präparat und Dosis etwa 20 bis 40 Minuten. Im Anschluss bleiben Sie noch kurz zur Überwachung in der Praxis.
Welche Nebenwirkungen kann eine Eiseninfusion haben?
Die meisten Patientinnen und Patienten vertragen die Infusion gut. In seltenen Fällen können vorübergehend Kopfschmerzen, ein metallischer Geschmack, Übelkeit oder allergische Reaktionen auftreten. Während und nach der Infusion werden Sie deshalb ärztlich von mir überwacht.
Für wen eignet sich ein sportmedizinisch betreutes Gewichtsmanagement?
Für Patientinnen und Patienten ab einem BMI von 30, die eine ärztlich begleitete, individuell abgestimmte Gewichtsreduktion wünschen – mit Fokus auf Stoffwechselgesundheit, Erhalt der Muskelmasse und langfristige Ergebnisse statt kurzfristiger Diäten.
Was sind GLP-1-Rezeptoragonisten und wie werden sie eingesetzt?
GLP-1-Rezeptoragonisten sind Medikamente, die den Stoffwechsel und das Sättigungsgefühl beeinflussen. Sie werden bei entsprechender Indikation ergänzend zu einer individuellen Stoffwechselanalyse und Therapie eingesetzt, nie schematisch.
Welche Voraussetzungen gibt es für die Therapie?
Nach Ausschluß von Kontraindikationen erfolgt die Behandlung ausschließlich unter regelmäßiger Blutwertkontrolle sowie der Bereitschaft zur Optimierung von Ernährung und Bewegung als feste Bestandteile der Therapie.


